Anhänger: die tatsächliche Nutzlast aus den Unterlagen berechnen Ein gut gewählter Anhänger ist das gute Gefühl, alles mitnehmen zu können, ohne in letzter Minute aussortieren zu müssen: Campingausrüstung, Fahrräder, das Brennholz fürs Wochenende oder einen kleinen Umzug. Dafür muss man allerdings wissen, was er wirklich tragen kann. Die Katalogangabe ist ein guter Ausgangspunkt, beschreibt aber eine bestimmte Version, nicht unbedingt deine, und sagt nichts über die Last, die Anhängevorrichtung und Auto vertragen. Dieser Ratgeber gibt dir eine vollständige Methode an die Hand: die Gewichte in den richtigen Unterlagen finden, wiegen, was gewogen werden muss, und Achse, Kupplung und Fahrzeug abgleichen. Das Ergebnis: eine Nutzlast, die du wirklich kennst, und eine entspannte Abfahrt. Was „Nutzlast“ bedeutet und warum die Katalogangabe nicht reicht Sobald es um Anhänger geht, treffen drei Begriffe aufeinander. Das zulässige Gesamtgewicht ist das Gewicht, das der beladene Anhänger nicht überschreiten darf; § 34 StVZO unterscheidet es vom technisch zulässigen Gesamtgewicht und verlangt, dass zulässige Achslast und zulässiges Gesamtgewicht beim Betrieb des Fahrzeugs und der Fahrzeugkombination eingehalten werden. Das Leergewicht ist nach § 42 Absatz 3 StVZO das Gewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs einschließlich aller im Betrieb mitgeführten Ausrüstungsteile, die Vorschrift nennt zum Beispiel Ersatzräder, Werkzeug, Plane und Planengestell. Was dazwischen bleibt, ist der Platz für deine Ladung: die Nutzlast. Die ganze Feinheit steckt in der Ausstattung. Auf seiner Seite zum Anhänger Steely nennt Humbaur für zwei ungebremste Einachser dasselbe Gesamtgewicht von 750 kg, aber eine Nutzlast von 630 kg für den Steely und von 615 kg für den Steely DK, der mit klappbarer V-Deichsel beschrieben wird. Fünfzehn Kilo Unterschied wegen eines einzigen Ausstattungsmerkmals: Es zählt die Angabe zur genauen Version, die du kaufst oder besitzt, nicht die der Baureihe. Der Hersteller sagt es am Seitenende selbst: Die Abbildungen können Sonderausstattungen zeigen, Zubehör ist optional erhältlich, und die Angaben stehen unter dem Vorbehalt von Änderungen. Meinung der Redaktion: Das ist gesunde Vorsicht und die beste Einladung, es wie sorgfältige Profis zu machen. Man geht vom Dokument des eigenen Anhängers aus, prüft auf der Waage nach und fährt dann ganz entspannt los. Die Unterlagen zusammentragen: Wo welches Gewicht steht Gute Nachricht: Die Felder der Zulassungsbescheinigung sprechen in der ganzen Union dieselbe Sprache, denn die Richtlinie 1999/37/EG harmonisiert sie. Ihr Anhang I unterscheidet die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand (F.1), die im Zulassungsmitgliedstaat zulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs im Betrieb (F.2), die der Fahrzeugkombination im Betrieb (F.3) und die Masse des Fahrzeugs im Betrieb (G). Einige Felder sind freiwillig, etwa F.2 und F.3, ebenso die Zahl der Achsen (L) und die technisch zulässige Anhängelast, gebremst (O.1) oder ungebremst (O.2): Jeder Staat entscheidet, ob er sie einträgt. Notiere für den Anhänger F.1, F.2, G und L, sofern diese Felder in seiner Zulassungsbescheinigung stehen. Weichen F.1 und F.2 voneinander ab, nimm den niedrigeren Wert: So hältst du sowohl die technische Grenze als auch die im Zulassungsland zulässige ein. Ergänze die Angaben aus der Betriebsanleitung und den Kennzeichnungen des Herstellers; sie enthalten Werte, die in der Bescheinigung nicht immer stehen, etwa die zulässige Achslast und die Stützlast am Kupplungspunkt. Die Humbaur-Anleitung zum Fahrzeugtransporter UNIVERSAL gibt zum Beispiel an, dass die maximale Stützlast des Anhängers an seiner Vorderseite angegeben ist und auch in den Fahrzeugpapieren steht. Beim nutzbaren Platz solltest du den Außenmaßen misstrauen: Sie beschreiben den Platzbedarf, nicht die Ladefläche. Die hilfreichsten Datenblätter nennen eine Innenlänge und Innenbreite: 2.050 mm mal 1.095 mm beim Steely. Miss danach selbst zwischen den Bordwänden auf Höhe des Bodens nach und notiere, was in die Fläche ragt, etwa Zurrösen oder Eckrungen. Die Tabelle fasst zusammen, wo du welche Angabe findest. Angabe | Wo sie steht | Was du notierst Zulässiges Gesamtgewicht | Zulassungsbescheinigung (F.1, F.2), Herstellerunterlagen | Den niedrigsten Wert, mit Angabe des Dokuments Leergewicht | Zulassungsbescheinigung (G), Datenblatt der genauen Version | Die Version und die Serienausstattung Angegebene Nutzlast | Datenblatt der genauen Version | Nach dem Wiegen neu berechnen Zahl der Achsen | Zulassungsbescheinigung (L), technisches Datenblatt | Die zulässige Achslast Innenlänge und Innenbreite | Datenblatt (Innenmaße), Maßband | Das zwischen den Bordwänden gemessene Maß Maximale Stützlast | Kennzeichnung am Anhänger, Betriebsanleitung | Den Wert und die Stelle der Kennzeichnung Den leeren Anhänger so wiegen, wie er fährt Das Gewicht im Dokument beschreibt den Anhänger im Auslieferungszustand. Seitdem hat deiner vielleicht einen Bordwandaufsatz, eine Plane mit Spriegeln, ein Ersatzrad, eine Box oder einen Träger bekommen. Für den Steely bietet Humbaur zum Beispiel Bordwandaufsatz, H-Gestell, Flachplane oder Plane mit Spriegeln als Zubehör an. Jedes zusätzliche Kilo geht direkt von der Nutzlast ab: Am sichersten, und letztlich am beruhigendsten, ist es, den leeren Anhänger mit allem zu wiegen, was üblicherweise mitfährt. Wo findet man eine Waage? Der für diesen Ratgeber gelesene Abschnitt der Kia-Betriebsanleitung zum Anhängerbetrieb verweist auf eine gewerbliche Waage oder eine mit Waagen ausgestattete Station und rät, den beladenen Anhänger zu wiegen und danach die Deichsel getrennt zu wiegen. Unser Tipp: Ruf vorher an, um Öffnungszeiten, Zufahrt und die Möglichkeit einer achsweisen Wägung zu klären, und bewahre den datierten Wiegeschein auf. Er wird zu einem soliden Beleg in deinen Unterlagen. Die Ladung: auflisten, wiegen, verstauen Schreib alles auf, was im Anhänger mitfahren soll, und wiege es in Gruppen: Taschen, Kisten, Fahrräder, Kühlbox, Wasservorräte, Werkzeug. Vergiss weder Spanngurte noch Keile oder Halterungen, denn auch sie fahren mit. Schwere oder sperrige Gegenstände werden ohnehin mit dem Anhänger gewogen, wenn er auf die Waage fährt. Die Verteilung zählt so viel wie die Summe. Die Humbaur-Anleitung verlangt eine gleichmäßige Lastverteilung mit dem Schwerpunkt vor den Achsen. Sie beschreibt auch, was ein zu weit hinten liegender Schwerpunkt bewirkt: Die Stützlast wird negativ, die Schleudergefahr steigt, und die Achsen werden ungleich belastet. Zudem hält sie fest, dass eine negative Stützlast nicht zulässig ist. Kia verlangt in der Anleitung dieser Baureihe, den Anhänger hinten nie stärker zu beladen als vorn, und nennt etwa 60 % der Ladung vorn und 40 % hinten. Das sind die Vorgaben dieser Hersteller für ihre eigenen Produkte: Halte dich an die deiner Anleitungen und wiege erneut, wenn du einen schweren Gegenstand umsetzt. Meinung der Redaktion: Pack Schweres möglichst nah am Boden und vor die Achse, wie es die Humbaur-Anleitung für den Schwerpunkt verlangt, und lass Leichtes und Sperriges nach hinten und oben. Zeigt die Wägung eine Abweichung, kein Grund zur Sorge: Wie die Kia-Anleitung festhält, lässt sie sich unter Umständen korrigieren, indem man einige Gegenstände im Anhänger umsetzt. Achslast und Stützlast: drei Obergrenzen abgleichen Beladen ruht der Anhänger auf zwei Auflagepunkten: seiner Achse oder seinen Achsen und dem Kugelkopf. Sein Gesamtgewicht muss unter dem zulässigen Gesamtgewicht bleiben, aber jeder Auflagepunkt hat zusätzlich eine eigene Grenze. In Deutschland ist die zulässige Achslast nach § 34 Absatz 3 StVZO beim Betrieb einzuhalten. Die Humbaur-Anleitung verlangt außerdem, vor jeder Fahrt zu prüfen, ob Gesamtgewicht, Stützlast und Achslasten eingehalten sind. Für die Stützlast legen drei Dokumente jeweils ein Maximum fest. Das des Anhängers, das die Humbaur-Anleitung zum Fahrzeugtransporter UNIVERSAL an seiner Vorderseite verortet. Das der Anhängevorrichtung: Die Montageanleitung einer von Volkswagen Zubehör vertriebenen Westfalia-Kugelkopfkupplung (Teilenummer 7C0 092 145 A) nennt eine zulässige Stützlast von 140 kg und einen D-Wert von 21 kN, stellt klar, dass die Angaben in den Zulassungsdokumenten maßgebend sind, und dass keiner der beiden Werte überschritten werden darf. Und das des Fahrzeugs: Die Kia-Anleitung nennt für die Versionen ihrer Tabelle 75 kg maximal zulässige statische Stützlast an der Anhängevorrichtung. Die Leseregel ist einfach: Nimm den niedrigsten der drei Werte und bleib über null. Kia ergänzt für seine Fahrzeuge, dass die Deichsel höchstens 10 % des Gesamtgewichts des beladenen Anhängers wiegen soll, innerhalb der zulässigen Höchstlast. In Deutschland gilt außerdem § 44 Absatz 3 StVZO: Bei Starrdeichselanhängern, einschließlich Zentralachsanhängern, mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als 3,5 t darf die vom Zugfahrzeug aufzunehmende Mindeststützlast nicht weniger als 4 Prozent des tatsächlichen Gesamtgewichts des Anhängers betragen, muss aber nicht mehr als 25 kg betragen; weder die für die Anhängekupplung noch die vom Hersteller des Zugfahrzeugs angegebene Stützlast darf überschritten werden. Nennt eine deiner Anleitungen einen Bereich oder ein Minimum, trag es ebenfalls in das Gewichtsblatt ein. Wie misst man die Stützlast? Hier die Methode der Redaktion, die du mit dem Betreiber der Waage abstimmst. Lass bei angekuppeltem, waagerecht stehendem Anhänger nur seine Achse oder seine Achsen wiegen. Bevor du abkuppelst, leg Unterlegkeile an die Räder des Anhängers und zieh seine Handbremse an, falls er eine hat: Die Humbaur-Anleitung verlangt das bei jedem Abkuppeln, denn ein nicht gesicherter Anhänger kann wegrollen und Menschen verletzen. Lass während des Manövers niemanden zwischen Auto und Anhänger stehen. Lass dann den abgekuppelten, mit Keilen gesicherten Anhänger, der auf seinem Stützrad oder seiner Stütze und vollständig auf der Plattform steht, als Ganzes wiegen. Die Differenz der beiden Wiegescheine ergibt die statische Stützlast am Kupplungspunkt, und der erste Schein liefert dir zusätzlich die Achslast, die du mit ihrer Grenze vergleichst. Auch das Auto trägt einen Teil des Anhängers Die Stützlast verschwindet nicht: Sie lastet auf dem Auto. Kia formuliert es in seiner Anleitung deutlich: Wer einen Anhänger zieht, rechnet das Deichselgewicht zum Gesamtgewicht des Fahrzeugs hinzu, denn auch dieses trägt das Gewicht. Ein mit Mitfahrenden und Gepäck schon gut beladenes Auto kann sich also seinem eigenen zulässigen Gesamtgewicht nähern, obwohl der Anhänger völlig im Rahmen bleibt. Notiere aus der Zulassungsbescheinigung des Zugfahrzeugs sein zulässiges Gesamtgewicht, die Masse der Fahrzeugkombination (F.3) und, sofern eingetragen, die Anhängelasten gebremst (O.1) und ungebremst (O.2). Gleiche sie mit der Betriebsanleitung ab: Die Kia-Tabelle nennt unterschiedliche Anhängelasten je nach Motorisierung, Getriebe, Karosserie und danach, ob der Anhänger gebremst ist. Maßgebend ist der Wert deines genauen Fahrzeugs, mit seinen Papieren. In Deutschland darf nach § 42 Absatz 1 StVZO die gezogene Anhängelast bei Personenkraftwagen, die keine Geländefahrzeuge sind, das zulässige Gesamtgewicht des Zugfahrzeugs nicht übersteigen, und das tatsächliche Gesamtgewicht des Anhängers, Achslast zuzüglich Stützlast, darf hinter Pkw in keinem Fall mehr als 3.500 kg betragen. Anhänger ohne ausreichende eigene Bremse dürfen hinter Pkw nur mitgeführt werden, wenn das Zugfahrzeug eine Allradbremse und der Anhänger nur eine Achse hat; ihre Anhängelast darf höchstens die Hälfte des um 75 kg erhöhten Leergewichts des Zugfahrzeugs betragen, aber nicht mehr als 750 kg (§ 42 Absatz 2). Zehn Minuten auf der Fahrzeugwaage sind diese Gelassenheit allemal wert. In Deutschland richtet sich der Führerschein nach den zulässigen Gesamtmassen Beim Führerschein ist die Vorbereitung einfacher als gedacht: In Deutschland prüft man die Voraussetzungen anhand der Papiere, nicht auf der Waage. Nach § 6 Absatz 1 der Fahrerlaubnis-Verordnung umfasst die Klasse B Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3.500 kg, die für nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt sind, auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg oder mit Anhänger über 750 kg, sofern 3.500 kg zulässige Gesamtmasse der Kombination nicht überschritten werden. Für Kombinationen mit einem Anhänger über 750 kg, deren zulässige Gesamtmasse 3.500 kg überschreitet, aber 4.250 kg nicht übersteigt, sieht § 6a FeV die Klasse B mit der Schlüsselzahl 96 vor. Für ihre Eintragung bedarf es einer Fahrerschulung nach Anlage 7a, deren Nachweis vor der Eintragung beizubringen ist. Die Klasse BE umfasst nach § 6 FeV Fahrzeugkombinationen aus einem Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger oder Sattelanhänger, sofern dessen zulässige Gesamtmasse 3.500 kg nicht übersteigt. Praktische Folge: Für den Führerschein zählt ein wenig beladener Anhänger mit seiner eingetragenen zulässigen Gesamtmasse. Addiere sie vor dem Kauf zu der deines Autos und gleiche das Ergebnis mit dem amtlichen Text ab. Diese Regeln sind deutsche Regeln: Für eine Situation, die ein anderes Land betrifft, gilt die amtliche Quelle dieses Landes. Bremsen, Zulassung, Typgenehmigung und Hauptuntersuchung folgen eigenen Vorschriften, die dieser Ratgeber nicht zusammenfasst. Lehrbeispiel: ein ausgefülltes Gewichtsblatt Lehrbeispiel: Alle folgenden Werte sind erfunden und beschreiben kein reales Produkt. Ungebremster Einachsanhänger, eingetragenes zulässiges Gesamtgewicht 750 kg, Gewicht laut Dokument 160 kg. Leer gewogen, mit Bordwandaufsatz, Plane und Ersatzrad, zeigt er 186 kg. Die verfügbare Zuladung beträgt also 750 − 186 = 564 kg und nicht die 590 kg, die das Dokument erwarten ließ. Die gewogene Ladung umfasst 212 kg Campingausrüstung, 38 kg für zwei Fahrräder samt Träger und 46 kg Kühlbox und Wasser, zusammen 296 kg. Beladener Anhänger: 482 kg, unter dem zulässigen Gesamtgewicht mit 268 kg Reserve. Auf der Fahrzeugwaage trägt die Achse allein 441 kg, unter ihrer erfundenen Grenze von 750 kg; abgekuppelt und mit Keilen gesichert wiegt der ganze Anhänger 482 kg. Die Stützlast beträgt also 41 kg. Obergrenzen der Stützlast: 50 kg laut Kennzeichnung am Anhänger, 75 kg für die Kupplung, 75 kg für das Auto. Maßgebend sind 50 kg; die gemessenen 41 kg sind positiv, liegen darunter und über der Mindeststützlast nach § 44 StVZO, hier 4 Prozent von 482 kg, also rund 19 kg. Beladenes Auto allein gewogen: 1.760 kg, mit Stützlast 1.801 kg, bei einem erfundenen zulässigen Gesamtgewicht von 1.880 kg. Ungebremster Anhänger mit 482 kg, bei einer erfundenen ungebremsten Anhängelast (O.2) von 600 kg. Tatsächliche Kombination: 1.760 + 482 = 2.242 kg, bei einem erfundenen Feld F.3 von 2.380 kg. Bleibt der Führerschein: Summe der eingetragenen zulässigen Gesamtmassen, 750 + 1.880 kg, am amtlichen Text prüfen. Meinung der Redaktion: Ein Anhänger, dessen dokumentierte Nutzlast in der genauen Version spürbar über deiner gewogenen Ladung liegt, gibt dir die Freiheit, die Tasche in letzter Minute noch einzuladen, ohne alles neu zu rechnen. Genau dieser Komfort macht einen Anhänger zum Verbündeten jeder Abfahrt. Zeile | Wert (erfunden) | Grenze (erfunden) | Ergebnis Leerer Anhänger gewogen, ausgestattet | 186 kg | Zul. Gesamtgewicht 750 kg | Verfügbare Zuladung: 564 kg Gewogene Ladung | 296 kg | 564 kg | Im Rahmen, 268 kg Reserve Beladener Anhänger | 482 kg | 750 kg | Im Rahmen Achslast | 441 kg | 750 kg | Im Rahmen Stützlast | 41 kg | 50 kg (niedrigster der drei Werte) | Positiv und im Rahmen Beladenes Auto + Stützlast | 1.801 kg | 1.880 kg | Im Rahmen Ungebremster Anhänger (O.2) | 482 kg | 600 kg | Im Rahmen Tatsächliche Kombination (F.3) | 2.242 kg | 2.380 kg | Im Rahmen Führerschein | Summe der zul. Gesamtmassen: 2.630 kg | Amtlicher Text des Landes | Zu prüfen Zum Mitnehmen □ Zulässiges Gesamtgewicht (F.1, F.2), Masse (G) und Achszahl (L) aus der Zulassungsbescheinigung des Anhängers notieren. □ Datenblatt der genauen Version mit den Innenmaßen heraussuchen. □ Leeren Anhänger mit dem üblichen Zubehör wiegen und den Wiegeschein aufbewahren. □ Ladung samt Gurten und Halterungen auflisten und wiegen. □ Schwerpunkt der Ladung nach der Anleitung des Anhängers legen. □ Achslast und Stützlast auf der Fahrzeugwaage messen. □ Vor dem Abkuppeln auf der Waage Keile an die Räder des Anhängers legen und, falls vorhanden, seine Handbremse anziehen. □ Den niedrigsten Höchstwert der Stützlast übernehmen: Anhänger, Anhängevorrichtung, Fahrzeug. □ Stützlast zur Beladung des Autos addieren und mit seinem zulässigen Gesamtgewicht vergleichen. □ Beladenen Anhänger und Kombination mit den Feldern O.1 oder O.2 und F.3 des Fahrzeugs vergleichen. □ Führerschein anhand der Summe der zulässigen Gesamtmassen an der amtlichen Quelle des Landes prüfen. Reicht die Nutzlast aus dem Katalog für die Auswahl? Sie ist ein sehr guter Vergleichswert, sofern sie zur genauen Version gehört. Humbaur nennt zum Beispiel 630 kg für den Steely und 615 kg für den Steely DK, bei gleichem Gesamtgewicht. Rechne danach mit dem gewogenen Gewicht deines ausgestatteten Anhängers neu. Ändert ein fast leerer Anhänger den nötigen Führerschein? In Deutschland stellen die §§ 6 und 6a der Fahrerlaubnis-Verordnung auf zulässige Gesamtmassen ab, nicht auf das Gewicht der aktuellen Ladung. Addiere die zulässigen Gesamtmassen von Auto und Anhänger und prüfe das Ergebnis am amtlichen Text. Welche Stützlast sollte man anstreben? Keinen Wert, der für alle Kombinationen gilt. Bleib unter dem niedrigsten Höchstwert von Anhänger, Anhängevorrichtung und Fahrzeug, nie unter null und in Deutschland bei Starrdeichsel- und Zentralachsanhängern bis 3,5 t nicht unter der Mindeststützlast nach § 44 StVZO, und halte dich an die Bereiche oder Empfehlungen deiner eigenen Anleitungen. Wo lässt man den Anhänger wiegen? Die hier zitierte Kia-Anleitung verweist auf eine gewerbliche Waage oder eine mit Waagen ausgestattete Station. Ruf vorher an, um zu klären, ob eine achsweise Wägung möglich ist. Gelten diese Regeln auch außerhalb Deutschlands? Nein. Die hier zitierten Paragrafen von StVZO und FeV gelten in Deutschland. Die Felder der Zulassungsbescheinigung sind durch die Richtlinie 1999/37/EG harmonisiert, was beim Lesen eines Dokuments aus einem anderen EU-Land hilft, aber Verkehrs- und Führerscheinregeln prüft man an der amtlichen Quelle des jeweiligen Landes. Quellen und Hinweise Gesetze im Internet — Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), § 34 Achslast und Gesamtgewicht — https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__34.html Gesetze im Internet — Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), § 42 Anhängelast hinter Kraftfahrzeugen und Leergewicht — https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__42.html Gesetze im Internet — Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), § 44 Stützeinrichtung und Stützlast — https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__44.html Directive 1999/37/CE du Conseil relative aux documents d’immatriculation des véhicules, annexes I et II — https://www.nouvelle-aquitaine.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/annexes_i_et_ii_directive_99-37-ce-2.pdf Gesetze im Internet — Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), § 6 Einteilung der Fahrerlaubnisklassen — https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__6.html Gesetze im Internet — Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), § 6a Fahrerlaubnis der Klasse B mit der Schlüsselzahl 96 — https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__6a.html Humbaur — Mode d’emploi UNIVERSAL (version 06/12) — https://ch.humbaur.com/Downloads_Anleitungen/FR_Downloads/Manuels%20d%C2%B4utilisation/Bedienungsanleitung_UNIVERSAL_06.12%20fr.pdf Humbaur — Remorque surbaissée Steely — https://www.humbaur.com/fr/remorques/remorques-pour-voitures/remorques-surbaissees/750kg/steely Volkswagen Zubehör — Notice de montage, boule d’attelage avec support 7C0 092 145 A — https://assets.volkswagen.com/is/content/cso/0f657358081bd17184bf959f6861ab3b_20240608205350232pdf Kia — Manuel du propriétaire, « Si vous décidez de tracter une remorque » — https://ownersmanual.kia.com/full_webhelp/CD/2024/fr_FR/topics/chapter6_15_6.html